Freitag, 13. februar 2009
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Es geht doch nicht nur um die Boni der Banker
Das ist doch eine völlig unzulässige Reduktion des Finanz-Skandals auf einen winzigen Teilaspekt. Das Problem ist doch eine über mehr als ein Jahrzehnt anhaltende systematische und bewusste
Überbewertung von "Wertpapieren" verschiedenster Art. Dadurch haben die Banker nicht nur ihre Boni in die Höhe getrieben. Durch die Überbewertung hat auch ein Grossteil der finanziellen Oberschicht
der westlichen Gesellschaften über mehr als ein Jahrzehnt gewaltige "Gewinne" auf dem Papier gemacht, die jeder realen Grundlage entbehren. Dies war ein anhaltender weltweiter Raubzug mit einem
Gesamtvolumen in der westlichen Welt von einigen Billionen (10 hoch 12) Euro.
Nun ist das System kollabiert. Nahezu alle Grossbanken westlicher Länder sind nach herkömmlichen Billanzierungsregeln bankrott. Das o.g. Vorgehen der Banker stellt ganz klar den Tatbestand des
Betruges dar. Um die Papierwerte wieder auf den Boden der finanziellen Realität zu bekommen, muss zunächst mal eine realistische Neubewertung aller Finanzpapiere erfolgen. Auf dieser Grundlage
müssen die "Gewinne" aller Wertpapiergeschäfte der letzten zehn Jahre rückwirkend neuberechnet und entsprechend zurückbezahlt werden. Und zwar an öffentöiche Sozialkassen, die ja nun die sozialen
Kosten des Kollaps zahlen werden müssen. So wie es kein Eigentumsrecht an geklauter Hehlerware gibt. So kann es auch kein Recht geben, "Gewinne" zu beanspruchen, die durch betrügerische Methoden
lediglich errechnete "Gewinne" ohne jeden realen Wert sind. Diejenigen, die diesen ganzen internationalen Betrugszirkus veranstaltet haben, gehören bestraft, und sollten verpflichtet werden, für
den gesamten entstandenen Schaden bis zur jeweiligen persönlichen Pfändungsgrenze aufzukommen. So sähe "unternehmerisches Risiko" aus, wenn man es ernst nehmen würde.
Warum dies leider nicht geschieht, ist klar: Alle westlichen Regierungen, sowie auch die postsovietische Oligarchie stecken in diesem gigantischen Betrugsmanöver mit drin. Und die Justiz (aller
westlicher Länder) mit allen ihren gutbetuchten Richtern, die allesamt auch der von diesem Betrug profitierenden Oberschicht angehören, tut alles was sie kann, um ja nicht den Eindruck aufkommen zu
lassen, dass da irgedneine strafbare Handlung passiert wäre. Nach offizieller Lesart kam die Finanzkrise über die westliche Menschheit wie eine Naturkatastrophe. Ein finanzieller Tsunami. Menschen
sind daran unschuldig. Welch eine Lüge und Augenwischerei!
Da die Regierungskreise mit den Haupttätern gut Freund sind, treffen sie sich mit diesen Betrügern und Bankrotteuren an schönen Orten um über die "Krise" zu lamentieren und gleichzeitig Wünsche
über weitere hunderte von Milliarden entgegenzunehmen. Damit die Finanz-Mafia weiterhin gut "verdient" und die Aktienkurse sich wieder stabilisieren mögen, und das Spiel der Selbstbereicherung auf
Kosten der Allgemeinheit wieder weitergehen möge. Was soll unsere korrupte Oberschicht - und hier zähle ich das Gros der Politikerkaste hinzu - auch tun? Man will mit allen Mitteln oben bleiben.
Und zu irgendeiner Form sinnvoller Arbeit ist man nicht fähig. Im Ergebnis soll nun der "Steuerzahler" dafür bezahlen müssen, dass aus den Phantasie-Gewinnen, echte Gewinne werden. Nach den
Hunderten von Milliarden zur Rettung der Finanzbetrüger wird nichts mehr für erhöhte Sozialkosten übrig sein, wenn die Finanzkrise in ca. einem Jahr voll in eine Wirtschaftskrise umschlägt.
Um die kommenden Sozialkosten zu deckeln will man jetzt schonmal eine Schuldenbremse in das Grundgesetz schreiben. Die Handlungen einer unabhängigen Regierung eines souveränen Nationalstaates
sähen anders aus: - Die Grossbanken haben sich durch betrügerische Methoden selbst in den Bankrott gewirtschaftet. Also sollte man sie allesamt bankrott gehen lassen. Mit allen Konsequenzen für
Personal wie "Shareholder".
- Klares gesetzliches Verbot aller betrügerischen Finanzprodukte, ohne irgendwelche rechtlichen Schlupflöcher zu lassen.
- Gründung einer Staatsbank, welche entsprechende solide Kredit-Garantien und vernünftige Gewinnspannen an Privatkunden und Unternehmen gibt.
Die wichtigsten Punkte: - Übernahme aller fähigen Bank-Mitarbeiter aus den Konkursbanken, die zu vernünftigen Gehältern solide Arbeit leisten. Damit würde sich die Staatsbank know how zu einem
günstigen Preis einkaufen.
- Entlassung, und wo möglich Bestrafung und weitgehende Enteignung der obersten Schicht von Banken-Managern, die als finanzielle Mafia weltweit das Geldgeschäft kontrolliert haben, mit
Volumina weit oberhalb der Haushalte von Nationalstaaten.
So ist nämlich eine zutiefst undemokratische Finanzmacht entstanden, welche die Demokratie, ja die Politik überhaupt weitgehend entmachtet hat. Von diesem Filz in den obersten Etagen aller
Grossbanken, der gegenseitig in den Aufsichtsräten sitzt, müssen sich alle Nationalstaaten entledigen.
Das sind ohnehin keine Finanzexperten im Sinne von Fachexperten, sondern vielmehr kriminelle "Paten", deren Geschäft Machtausübung und finanzielle Erpressung ganzer Regierungen ist. All dies wäre
möglich ohne irgednwelche Änderungen im Grundgesetz.
Es wäre noch nichteinmal ein "Systemwechsel", sondern nur die konsequente Anwendung von Vernunft und Strafrecht für eine konsequente Bekämfpung von Finanzbetrug im Rahmen unseres Systems.
Stattdessen erleben wir Gequatsche in den Talkshows über "Enteignungen" und "Systemwandel" und in der Sache stellt sich unsere Regierung auf die Seite der Finanzbetrüger. Warum gibt es eigentlich
keine Partei, welche das oben genannte Vorgehen in voller Härte fordert?
Auch die Linke bleibt mit ihren Forderungen zur "Finanzkrise" weit hinter dem zurück, was bei einer konsequenten Bekämpfung von Finanzkriminalität nötig wäre.